Aktiv vs. passiv: Fitnessprogramm für die Asset Management-Branche



Daniel Oyen, Partner, von Plettenberg, Conradt & Cie. Family Office.

I. Einleitung

Laut jüngsten Zahlen wurden Ende 2018 weltweit etwas über 40 Bio. € von Asset Managern in Investmentfonds verwaltet. Dies ist ein gewaltiger Betrag, der derzeit das in ETF verwaltete Vermögen noch gut um das Zehnfache übersteigt. Während Letzteres allerdings rasant wächst – 2003 wurden noch keine 200 Mrd. € in ETFs verwaltet – sank das Netttoanlagevermögen offener Investmentfonds 2018 gegenüber dem Vorjahr um gut fünf Prozent. Dieser Rückgang dürfte zwar im Wesentlichen kapitalmarktbedingt gewesen sein, aber die relative Schwäche gegenüber dem ETF-Segment offenbart, dass die Branche bestenfalls noch unterdurchschnittlich wächst. Zudem steigt gerade bei jungen Anlegern die Beliebtheit von ETFs als Anlagevehikel der Wahl. Bejahen dies in der Altersgruppe der über 73-jährigen nur etwa 30 %, so steigt der Anteil der Befürworter in der Altersgruppe der 25- bis 37-jährigen auf 91 %[1]. Ein nicht unwesentlicher Faktor dürfte in diesem Kontext auch die Digitalisierung der Kapitalanlage sein. Die weit überwiegende Zahl der stark wachsenden Robo-Advisor-Angebote setzt auf ETFs als Anlagevehikel.

Der Erfolg von ETFs gegenüber Investmentfonds basiert im Wesentlichen auf drei Argumenten:

  • Performance: Die weit überwiegende Zahl der ...

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