Aufsichtlicher Prozess der Analyse von Geschäftsmodellen Darstellung des Regelprozesses im Rahmen des SREP.

Prof. Dr. Gerhard Hellstern, Duale Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg.

I. Einleitung

In den letzten Jahren ist die Bankenaufsicht – die EZB für die signifikanten Institute, BaFin/Bundesbank für die weniger signifikanten – immer mehr dazu übergegangen, neben Themen wie Risikomanagement, Governance, Kapital und Liquidität auch das Geschäftsmodell in den Fokus ihrer Untersuchungen zu stellen. Die Zielsetzung hierbei ist, Institute ohne tragfähiges und nachhaltiges Geschäftsmodell bereits frühzeitig zu identifizieren und auf eine Änderung hinzuwirken. Während die allgemeinen Aspekte dieses Vorgehens inklusive der bestehenden Schwierigkeiten bereits an anderer Stelle diskutiert worden sind[1], fokussiert sich dieser Beitrag auf das konkrete Vorgehen bei der Geschäftsmodellanalyse. Hierfür werden die einzelnen Prozessschritte dargestellt und erklärt. In diesem Zusammenhang wird ferner erläutert, wie man sich auf eine aufsichtliche Untersuchung so vorbereiten kann, dass diese möglichst überraschungsfrei abläuft und institutsintern ein Mehrwert generiert wird.

II. Geschäftsmodellanalyse im Rahmen des SREP

Die „Leitlinien zu gemeinsamen Verfahren und Methoden für den aufsichtlichen Überprüfungs- und Bewertungsprozess (SREP)“ der EBA – im Folgende EBA-Guideline[2] – stellen einen gemeinsamen Rahmen für die Umsetzung der zweiten Säule des Basler Akkords in Europa dar. Einen Überblick über die Struktur der EBA-Guideline gibt folgende Abb. 1

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