Benchmarkorientierte Zinsbuchsteuerung in einer Großbank

Passive strategische gesamtbankbezogene Zinsbuchsteuerung implementieren

Dr. Gunnar Jansen, Leiter Marktrisiko/Bewertungsmethoden, NORD/LB, Norddeutsche Landesbank Girozentrale.[1]

Prof. Dr. Wolfgang Portisch, Leiter Bereich Bank- und Finanzmanagement, Hochschule Emden/Leer.

I. Einleitung

Das Bilanzstrukturrisiko einer Bank hängt im Wesentlichen vom Ausmaß der zinssensitiven Positionen im Anlage- und Handelsbuch sowie der betriebenen Fristentransformation und damit der Struktur der Refinanzierung ab. Die periodischen Ergebnisse und die Barwerte der Geschäfte können sich aufgrund sich ändernder Marktzinssätze stark negativ verändern und ein Risiko für die Ertrags- und Finanzlage eines Kreditinstituts bedeuten.

Daher wird in der aktuellen Niedrigzinsphase von Seiten der Aufsicht auch immer stärker das Zinsänderungsrisiko beachtet. Durch Simulationen von Entwicklungen der Zinsstrukturkurve lassen sich diese Risiken transparent machen. In der vermögensorientierten Risikosteuerung erfolgt dieses häufig über die mögliche Veränderung von Barwerten zum Status quo, in der ertragsorientierten Risikosteuerung über die Veränderung des Zinsüberschusses gegenüber der erwarteten und in der Unternehmensplanung hinterlegten Zinsentwicklung[2].

Die aus diesen Analysen abgeleiteten Steuerungsimpulse sind zunächst nicht immer eindeutig. So führt ein sinkendes Zinsniveau zu positiven Barwerteffekten. Doch bieten weiter fallende und gleichbleibend geringe Zinsen keine Möglichkeiten für Kreditinstitute, wieder nachhaltig hohe Gewinne im Zinsgeschäft zu generieren[3]. Für viele ...


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