Gemeinsam stark im Immobiliengeschäft



immORT.de: Das erste Immobilienportal im Gemeinschaftseigentum.

Christian Landes, Geschäftsführer der immOrt GmbH

Dieter Dreher, Bereichsdirektor Immobiliencenter, Volksbank in der Ortenau

I. Unabhängig und flexibel

Der Immobilienmarkt in Deutschland bleibt in Bewegung: Bei konstanten Preisanstiegen im Niedrigzinsumfeld hat sich das Immobilienwesen zu einer schnell wachsenden Einheit in der digitalen Welt entwickelt. Die Marktdominanz lag dabei v. a. in den Händen großer Immobilienportale mit dem Fokus auf hoher Sichtbarkeit und rascher Abwicklung. Für die regionalen Makler und Immobilienanbieter bedeutete diese Omnipräsenz der Big Player eine mitunter signifikante Abflachung in Bezug auf Individualität und Wettbewerb. Mit dem Ziel, genau dieser Entwicklung einen bleibenden, sicheren Wert entgegenzusetzen, trat 2015 das Immobilienportal immORT an.

Mit dem Schwerpunkt auf regionalen Teilmärkten im Immobilienwesen setzte immORT von Anfang an auf das Know-how der Makler vor Ort und schuf auf Regionalportalen (z. B. immobilienportal-ortenau.de) bessere Möglichkeiten für transparente und sichere Immobiliengeschäfte. Mitspracherecht wurde dabei von Anfang an in den Mittelpunkt gerückt, denn die Kleinportale wurden von autarken Portalbeiräten gesteuert und verwaltet.

Dieser Eigenständigkeit eröffnet das Portal immORT.de in seinem nächsten Entwicklungsschritt nun noch größere Möglichkeiten, den Großportalen eine fundierte Alternative entgegenzusetzen. Die Stichworte dabei lauten: regionale Netzwerke, Blockchain und ...


Weiterlesen?


Dies ist ein kostenpflichtiger Beitrag aus unseren Fachzeitschriften.

Um alle Beiträge lesen zu können, müssen Sie sich bei meinFCH anmelden oder registrieren und danach eines unserer Abonnements abschließen!

Anmeldung/Registrierung

Wenn Sie angemeldet oder registriert sind, können Sie unter dem Menüpunkt "meinABO" Ihr aktives Abonnement anschauen oder ein neues Abonnement abschließen.

Aufsichtsbehörden im Wandel



Der Gebrauch der Wörter Behörde und Wandel in Kombination erscheint Vielen kontrovers, doch es steckt mehr Innovationsgeist in Behörden, als man denkt.[1]

Talena Wahl, Bankenaufseherin, Deutsche Bundesbank

       

I. Der Zwang zur Digitalisierung

Behörden haben ein verstaubtes Image. Die Prozesse und Hierarchien sind historisch gewachsen und was einmal so war, wird auch immer so bleiben. Oder?

Es entspricht größtenteils der Wahrheit, dass Behörden Innovationen später umsetzen. Diese Vorgehensweise ist allerdings kein Paradebeispiel für behördliche Langsamkeit, sondern vornehmlich als ein Ausdruck besonderer Vorsicht zu verstehen. Behörden fußen auf dem Vertrauen der Bevölkerung und Vorsicht dient der Wahrung dieses Vertrauens. Zudem müssen Unternehmen und Behörden nicht jedem Trend folgen. Doch was ist ein Trend und welche Entwicklung ist von Dauer? Mittlerweise dürfte fast jedem klar sein, dass die Digitalisierung sich keinesfalls als Trend einordnen lässt. Digitalisierung ist ein Prozess, an dem heutzutage niemand mehr vorbei kommt. Konkret bedeutet das, dass sich Unternehmen, Banken und auch Behörden mit Themen wie beispielsweise Cloud-Computing oder Künstlicher Intelligenz auseinandersetzen müssen.

II. Digitalisierung – was steckt hinter dem Terminus?

Digitalisierung ist in aller Munde, doch vielen ist gar nicht ...


Weiterlesen?


Dies ist ein kostenpflichtiger Beitrag aus unseren Fachzeitschriften.

Um alle Beiträge lesen zu können, müssen Sie sich bei meinFCH anmelden oder registrieren und danach eines unserer Abonnements abschließen!

Anmeldung/Registrierung

Wenn Sie angemeldet oder registriert sind, können Sie unter dem Menüpunkt "meinABO" Ihr aktives Abonnement anschauen oder ein neues Abonnement abschließen.

Digitale Vermögensverwaltung – ethisch nachhaltig



Projektbericht zu pax-investify.

Gregor Kuhl, Leiter Asset Management, Pax-Bank eG

       

Ansgar Wigger, Geschäftsführer, investify S.A.

       

 I. Ausgangslage

Angesichts Zeiten niedriger Zinsen und volatiler Märkte fragen Kunden der Pax-Bank immer mehr vermögensverwaltende Lösungen nach, in denen das Anlagekapital je nach Marktlage aktiv gesteuert wird. Die Pax-Bank als genossenschaftlicher Finanzdienstleister mit christlicher Orientierung richtet ihre Anlagekonzepte grundsätzlich ethisch-nachhaltig aus. Dabei stehen ökonomisches Handeln mit ethischer Zielsetzung im Vordergrund. Neben individuellen, konventionellen Vermögensverwaltungsmandaten, die schon seit vielen Jahren im Einsatz sind, wollte die Pax-Bank diese Dienstleistung auch Kunden für kleinere Vermögen anbieten können. Um dies umzusetzen, war die Pax-Bank auf der Suche nach einer innovativen Anwendungssoftware.

Auf der Suche nach einem passenden Kooperationspartner wurde die Bank bei dem deutsch-luxemburgischen Fintech investify fündig, zu dessen Eigentümern das Erzbistum Berlin gehört. investify hatte im letzten Jahr entschieden, sein bestehendes B2B2C-Geschäftsmodell weiter auszubauen und als Anbieter von digitalen Vermögensverwaltungen zukünftig nicht nur Partnerschaften zum Vertrieb der eigenen Anlageplattform einzugehen, sondern seine herausragenden technischen Lösungen zur digitalen Abbildung liquider Investitionsstrategien auch strategischen Partnern mit eigener Produktpalette anzubieten.

investify ...


Weiterlesen?


Dies ist ein kostenpflichtiger Beitrag aus unseren Fachzeitschriften.

Um alle Beiträge lesen zu können, müssen Sie sich bei meinFCH anmelden oder registrieren und danach eines unserer Abonnements abschließen!

Anmeldung/Registrierung

Wenn Sie angemeldet oder registriert sind, können Sie unter dem Menüpunkt "meinABO" Ihr aktives Abonnement anschauen oder ein neues Abonnement abschließen.

Rechtliche Besonderheiten bei der Finanzierung von Wasserkraftanlagen



Ein Überblick über die Finanzierung von Wasserkraftanlagen.

Thomas Waechter, Rechtsanwalt, Bereich Recht und Vorstandsstab, Deutsche Kreditbank AG, Berlin.

I. Einleitung

Die Nutzung der Wasserkraft für die Energiegewinnung hat eine lange Tradition und erfolgt gewöhnlich bei Fließgewässern in Form von Laufwasserkraftwerken[1].

Der Realisierung von Wasserkraftanlagen bzw. Wasserkraftprojekten gehen aufgrund ihrer individuellen, standortspezifischen und technischen Komplexität zumeist längere Planungs- und Bauphasen voraus. Zudem durchlaufen sie im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energieanlagen wie z. B. Windkraft- oder Photovoltaikanlagen i. d. R. aufwendige Genehmigungsverfahren, deren Grundzüge im Folgenden neben der Frage der entsprechenden Besicherung aus Sicht der finanzierenden Kreditinstitute dargestellt werden.

II. Genehmigungsverfahren

1. Rechtsgrundlage/Grundsätzliches

Rechtsgrundlage für die Genehmigung von Wasserkraftanlagen sind das „Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts (Wasserhaushaltsgesetz-WHG) und die ergänzenden Wassergesetze der einzelnen Bundesländer nebst Verwaltungsvorschriften oder „Empfehlungen/Leitfäden zur Handhabung von Wasserkraftanlagen“.

Jede bedeutende Gewässerbenutzung bedarf als öffentlich-rechtliche Sondernutzung gem. § 8 Abs. 1 WHG einer konstitutiven behördlichen Zulassung, da nur diese die Einwirkung auf ein Gewässer legitimieren kann (repressives Verbot mit rechts- oder befugnisverleihendem Befreiungsvorbehalt)[2].

Damit Wasserkraftanlagen rechtmäßig betrieben werden können, bedürfen sie grundsätzlich neben einer Genehmigung für die Benutzung des Gewässers zusätzlich einer Genehmigung ...


Weiterlesen?


Dies ist ein kostenpflichtiger Beitrag aus unseren Fachzeitschriften.

Um alle Beiträge lesen zu können, müssen Sie sich bei meinFCH anmelden oder registrieren und danach eines unserer Abonnements abschließen!

Anmeldung/Registrierung

Wenn Sie angemeldet oder registriert sind, können Sie unter dem Menüpunkt "meinABO" Ihr aktives Abonnement anschauen oder ein neues Abonnement abschließen.

Die Haftung von Leitungsorganen in Kreditinstituten



Typische Risiken und Leitlinien zur Prävention.

Rechtsanwalt Dr. Tilman Schultheiß, Thümmel, Schütze u. Partner Rechtsanwälte, Dresden.

I. Problemaufriss

Die Haftung von Leitungs- und Überwachungsorganen in Kreditinstituten[1] bewegt sich abgesehen von § 17 KWG grundsätzlich innerhalb derselben rechtlichen Rahmenbedingungen wie die Haftung von Organen anderer Wirtschaftsunternehmen[2] – ein Sonderhaftungsregime für Bankmanager existiert nicht. Freilich geben insbesondere zwei Befunde Anlass zu einer Relativierung dieser These für Kreditinstitute[3]:

Zum einen hat die Rechtsprechung das Feld der Haftung von Leitungsorganen in den letzten beiden Dekaden immer wieder erheblich aufgewühlt und deren Relevanz gesteigert[4] – ein Indikator für die erheblich gesteigerte Relevanz ist dabei insbesondere die Entwicklung des Policenmarktes für D&O-Versicherungen, denen man gegen Ende der 1990er Jahre durchaus noch skeptisch gegenüberstand[5]. Dies hat natürlich auch die Entwicklung der Haftung von Leitungsorganen in Kreditinstituten nach der Finanzkrise 2007/2008 und damit verbundener Geschäfte (z. B. Zinsderivat-Transaktionen) oder im Zusammenhang mit Cum/ex[6]- bzw. Cum/cum[7]-Geschäften sowie in weiteren eher klassischen Konstellationen (z. B. Kreditgewährungen ohne ausreichende Besicherung) geprägt[8].

Zum anderen – und hierin mag zugleich die eigentliche Besonderheit und Brisanz dieses Themas für Leitungsorgane ...


Weiterlesen?


Dies ist ein kostenpflichtiger Beitrag aus unseren Fachzeitschriften.

Um alle Beiträge lesen zu können, müssen Sie sich bei meinFCH anmelden oder registrieren und danach eines unserer Abonnements abschließen!

Anmeldung/Registrierung

Wenn Sie angemeldet oder registriert sind, können Sie unter dem Menüpunkt "meinABO" Ihr aktives Abonnement anschauen oder ein neues Abonnement abschließen.

Berufs-Ethik in der Internen Revision



Förderung ethischer Grundsätze im Berufsstand der Internen Revision.

Ralf Barsch, FCH Consult GmbH, Geschäftsführer, CIA und Prüfer für Interne Revisionssysteme.

I. Ethikkodex als Basis für vertrauensvolle Revisionsarbeit

Der Ethikkodex gehört neben der Definition zur Internen Revision, den Grundprinzipien und den Standards selbst zu den sogenannten „verbindlichen Leitlinien” der Internationalen Grundlagen für die berufliche Praxis der Internen Revision (IPPF)[1].

Gemäß den Ausführungen zum Ethikkodex in den internationalen Standards für die berufliche Praxis der Internen Revision „beschreibt der Ethikkodex die Prinzipien für und Erwartungen an Einzelpersonen und Organisationen bei der Durchführung von Revisionsaufträgen”. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich hierbei lediglich um Minimalanforderungen an das Verhalten der Betroffenen handelt.

Der Ethikkodex wird als notwendig angesehen, damit das Vertrauen in seine objektive Prüfung (…) begründet werden kann. Er umfasst Grundsätze und Verhaltensregeln für Interne Revisoren, welche nachfolgend kurz dargestellt und erläutert werden.

II. Grundsätze und Verhaltensregeln als Bestandteil des Ethikkodexes

Der Grundsatz der „Rechtschaffenheit von Internen Revisoren begründet Vertrauen und schafft damit die Grundlage für die Zuverlässigkeit ihres Urteils.” Die Verhaltensregeln gehen einige Schritte weiter und erwarten, dass Interne Revisoren

  • ihre Aufgabe korrekt, sorgfältig und verantwortungsbewusst wahrnehmen,
  • ...

    Weiterlesen?


    Dies ist ein kostenpflichtiger Beitrag aus unseren Fachzeitschriften.

    Um alle Beiträge lesen zu können, müssen Sie sich bei meinFCH anmelden oder registrieren und danach eines unserer Abonnements abschließen!

    Anmeldung/Registrierung

    Wenn Sie angemeldet oder registriert sind, können Sie unter dem Menüpunkt "meinABO" Ihr aktives Abonnement anschauen oder ein neues Abonnement abschließen.

Bewertung von Kreditsicherheiten, Risikoadjustierte Konditionengestaltung, Vertragsgestaltung und Votierung im besonderen Fokus der Aufsicht



Der Präsident der BaFin hat sich in einem Interview besorgt über die zum Teil „laxe Kreditvergabe“ deutscher Kreditinstitute geäußert.

Björn Reher, Diplom-Wirtschaftsjurist (FH), Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Partner, Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

I. Bewertung von Immobiliensicherheiten

In einem Interview mit dem Handelsblatt, das am 30.09.2018 veröffentlich wurde, hat sich der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Felix Hufeld, besorgt über die zum Teil „laxe Kreditvergabe“ deutscher Kreditinstitute geäußert.

Gegenstand der nachfolgenden Ausführungen aus der Prüfungspraxis ist zum einen die Frage, auf welche Hinweise sich die vorstehend dargestellte Sorge Hufelds beziehen könnten, und zum anderen, welche konkreten Kreditvergabebedingungen dabei im Fokus stehen.

1. Eigennutzungsfähige, wohnwirtschaftliche Objekte

Nach § 4 Abs. 4 BelWertV kann bei Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Eigentumswohnungen der Beleihungswert am Sachwert orientiert werden, wenn das zu bewertende Objekt nach Zuschnitt, Ausstattungsqualität und Lage zweifelsfrei zur Eigennutzung geeignet ist und bei gewöhnlicher Marktentwicklung nach den Umständen des Einzelfalls vorausgesetzt werden kann, dass das Objekt von potenziellen Erwerbern für die eigene Nutzung dauerhaft nachgefragt wird. Der Beleihungswert kann in diesen Fällen auch anhand des Vergleichswertverfahrens ermittelt werden. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern darf eine Orientierung am Vergleichswert jedoch nur dann erfolgen, wenn der ...


Weiterlesen?


Dies ist ein kostenpflichtiger Beitrag aus unseren Fachzeitschriften.

Um alle Beiträge lesen zu können, müssen Sie sich bei meinFCH anmelden oder registrieren und danach eines unserer Abonnements abschließen!

Anmeldung/Registrierung

Wenn Sie angemeldet oder registriert sind, können Sie unter dem Menüpunkt "meinABO" Ihr aktives Abonnement anschauen oder ein neues Abonnement abschließen.

Fit & Proper-Eignungsbeurteilung 2.0 für das Leitungsorgan



Weiß das Leitungsorgan, was es wissen muss? Neue aufsichtliche Eignungsbeurteilung des Leitungsorgans als Herausforderung für Geschäftsleitung, Aufsichtsorgan, Prüfer.

Prof. Dr. Stefan Zeranski, Brunswick European Law School (BELS).

I. Einleitung

Am 29.10.2018 wurde im Bundesgesetzblatt die dritte Verordnung zur Änderung der Anzeigenverordnung (AnzV) vom 16.10.2018 veröffentlicht, welche neue Regelungen für Anzeigen zur Neubestellung von Geschäftsleitern und Mitgliedern des Verwaltungs- oder Aufsichtsorgans beinhaltet. Die Regelungen beachten die Proportionalität, so dass direkt von der Europäischen Zentralbank (EZB) beaufsichtigte Institute umfangreichere Anzeigen zur Eignungsbeurteilung abgeben müssen. Die Verordnung trat am Tag nach der Verkündung in Kraft und ist von allen Instituten zu beachten.

Die AnzV bezieht sich bei der fachlichen Eignungsbeurteilung auf EBA/GL/2012/06 bzw. die Leitlinien der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) zur Beurteilung der Eignung von Mitgliedern des Leitungsorgans und von Inhabern von Schlüsselfunktionen (kurz: Fit & Proper-Eignungsbeurteilung 1.0), die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ohne Einschränkungen für die Aufsichtspraxis akzeptiert wurden[1]. Die EZB-Bankenaufsicht führt im Rahmen des Einheitlichen Aufsichtsmechanismus Beurteilungen der fachlichen Qualifikation und persönlichen Zuverlässigkeit durch. Die EZB legte im Fit & Proper-Questionnaire die Themengebiete zur Beurteilung der fachlichen Eignung fest, die sich eng an EBA/GL/2012/06 orientieren[2].

Die Leitlinien zur ...


Weiterlesen?


Dies ist ein kostenpflichtiger Beitrag aus unseren Fachzeitschriften.

Um alle Beiträge lesen zu können, müssen Sie sich bei meinFCH anmelden oder registrieren und danach eines unserer Abonnements abschließen!

Anmeldung/Registrierung

Wenn Sie angemeldet oder registriert sind, können Sie unter dem Menüpunkt "meinABO" Ihr aktives Abonnement anschauen oder ein neues Abonnement abschließen.

Chancen und Risiken in Stein Immobilienfinanzierungen im Fokus der Revision



Thomas Gerlach, Stv. Abteilungsleiter Interne Revision, Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg.

Kaum ein anderes Thema beschäftigt die Kreditinstitute derzeit so stark, wie die anhaltende Niedrigzinsphase. Schlagworte wie Ertragskrise und Anlagenotstand beherrschen die Diskussionen. Allerdings gibt es auch eine Kehrseite der Medaille. Die Finanzierung von Immobilien wird für einen wesentlich größeren Kundenkreis interessant. Dies zeigt Ertragschancen für die Banken auf, birgt aber auch erhebliche Risiken in sich.

Vor diesem Hintergrund ist die Interne Revision in der Prüfung von Immobilienfinanzierungen besonders gefragt. Sie muss prüfen, ob es ausreichende interne Regelungen gibt, bei deren Umsetzung der Abschluss nachhaltig tragbarer Finanzierungen gewährleistet ist. Ebenso ist die Einhaltung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR) Gegenstand der Prüfung, unter dem Gesichtspunkt Adressenausfallrisiko insbesondere bezüglich der Vorgaben zur Kapitaldienstrechnung. Neben diesen Bestandteilen einer Aufbauprüfung sollte eine umfassende Betrachtung von Einzelengagements dieses wichtige Thema abrunden.

I. Das Marktumfeld

Die Kenntnis der Märkte ist auch für die Revision eine wesentliche Voraussetzung, um die Risiken sachgerecht einschätzen zu können.

1. Niedrige Zinsen, niedrige Rate

Eine Analyse des Marktumfeldes verdeutlicht die Tragweite der aktuellen Entwicklung. Während Mitte der 90er-Jahre die Zinsen für Immobilienkredite jenseits der 7-Prozentmarke lagen, werden derzeit (Stand 02/2019) Konditionen mit einer eins vor dem ...


Weiterlesen?


Dies ist ein kostenpflichtiger Beitrag aus unseren Fachzeitschriften.

Um alle Beiträge lesen zu können, müssen Sie sich bei meinFCH anmelden oder registrieren und danach eines unserer Abonnements abschließen!

Anmeldung/Registrierung

Wenn Sie angemeldet oder registriert sind, können Sie unter dem Menüpunkt "meinABO" Ihr aktives Abonnement anschauen oder ein neues Abonnement abschließen.

Zahlungsdienstleister und ihre neue standardisierte Sprache



Neue Regelungen zur Entgelttransparenz des Zahlungskontengesetzes (ZKG) sollen Verbrauchern Überblick über Entgelte und Zahlungskontendienste vereinfachen.

Michaela Müller, Rechtsanwältin und Syndikusrechtsanwältin, Bereich Recht und Services, Landesbank Saar.

I. Historie

Im Juni 2016 trat mit der Einführung des Basiskontos der erste Teil des ZKG in Umsetzung der europäischen Zahlungskontenrichtlinie in Kraft. Kein Verbraucher sollte mehr wirtschaftlich oder sozial ausgegrenzt sein, weil er kein Zahlungskonto für alltägliche Zahlungen wie Lohn und Gehalt, Miete, Strom oder Internetgeschäfte vorweisen kann. Dieses Zahlungskonto mit grundlegenden Funktionen wie beispielsweise Bargeldein- und Bargeldauszahlungen, Überweisungen, Lastschriften sowie Kartenzahlungen ermöglicht seither allen Verbrauchern, die nicht bereits über ein anderweitiges Zahlungskonto verfügen, den Zugang zum Zahlungsverkehr.

Abbildung 1: Zwei Jahre Basiskonto

Im September 2016 folgte mit der Kontenwechselhilfe der zweite Teil der Umsetzung des ZKG. Die Zahlungsdienstleister (ZD) sind seither verpflichtet, den Kontenwechsel für Verbraucher (insbesondere auch ins europäische Ausland) zu unterstützen. Dies geschieht durch Austausch zwischen dem bisherigen (übertragenden) und dem neuen (empfangenden) ZD. Dadurch werden Daueraufträge, Lastschriftmandate und das Guthaben des bisherigen Zahlungskontos innerhalb sehr kurzer Fristen auf das neue Zahlungskonto übertragen. Rund 705.000 Mal wurde die Kontenwechselhilfe bisher in ...


Weiterlesen?


Dies ist ein kostenpflichtiger Beitrag aus unseren Fachzeitschriften.

Um alle Beiträge lesen zu können, müssen Sie sich bei meinFCH anmelden oder registrieren und danach eines unserer Abonnements abschließen!

Anmeldung/Registrierung

Wenn Sie angemeldet oder registriert sind, können Sie unter dem Menüpunkt "meinABO" Ihr aktives Abonnement anschauen oder ein neues Abonnement abschließen.