Neu-Produkt-Prozess bei deutschen Kreditinstituten



Mehrwertstiftende Organisationsstruktur oder leidige, repetitive, aufsichtsrechtliche Pflichtübung – Wesentliche Erfolgsfaktoren.

Ilja Farberg, Mitarbeiter, Modellrisikomanagement und -validierung, Unabhängige Validierungsfunktion zu Risikodatenaggregation und -reporting, DekaBank Deutsche Girozentrale

I. Einleitung

Stellen Sie sich vor, Sie gehen angeln und holen nach Auswerfen der Angel prompt einen dicken Goldfisch aus dem Wasser. Auf einmal spricht dieser ganz verständlich und frei zu Ihnen und verrät, dass Sie Wünsche frei hätten. Etwas verdutzt vor lauter unerwartetem Massel teilen Sie dem Goldfisch Ihre Wünsche mit und gehen dann auch mit gehöriger Selbstverständlichkeit davon aus, dass die Wünsche in kürzester Zeit wie von Zauberhand vollends erfüllt würden, indem Ihnen das Gewünschte auf dem sprichwörtlichen Präsentierteller übergeben werde, es sei also von der Bringschuld des Goldfisches auszugehen.

Mit der auf diese Weise frei interpretierten Fabel könnte man die Erwartungshaltung einiger Verantwortlicher für Profit (… und eventuell auch Loss)[1] bildlich umschreiben, die in einer Bank die Einführung eines neuen Finanzinstruments oder die Etablierung von Geschäftsaktivitäten auf einem neuen Markt in Auftrag geben. Doch die Bankpraxis zeigt: So wie in dem geschilderten Fall mit der Angelbeute funktioniert es im Neu-Produkt-Prozess (NPP)[2] leider nicht. Ein gut etablierter NPP ist vielmehr infolge der ...


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Generation Z – die neue Herausforderung in den Ausbildungsbetrieben



Wie sich Unternehmen erfolgreich der neuen Herausforderung stellen.

Wolfgang Schmidt, Jahrgang 1963, Systemischer Coach und Therapeut.

         

Seit 1998 mit eigenem Unternehmen im Bereich Ausbildung und Talents unterwegs. 

Betroffener Vater von 2 erwachsenen Kindern, die ständige Sparringspartner und aktive Kritiker sind.

I. Die neue Herausforderung

Schon immer war „die Jugend“ eine Herausforderung für die Ausbildungsabteilungen in Unternehmen, Banken und Behörden. Vieles aber ist gänzlich neu für alle Beteiligten. Auf der Seite der Unternehmen wie auch auf der Seite der zukünftigen Auszubildenden.

Die Jugend der „Generation Z“ lebt in einer virtuellen Realität, die den meisten Erwachsenen fremd und nahezu unheimlich ist. Die Grundhaltung zum Thema „Arbeit“ hat sich in den vergangenen Generationen drastisch verändert und stellt die Werteordnung der Ausbilder i. d. R. auf den Kopf. Nicht die Leistungsorientierung steht im Vordergrund, sondern eine ausgeprägte Eventorientierung.

Gleichzeitig können sich viele Jugendliche zunehmend schwerer in den Arbeitsalltag integrieren, da ihnen die Anforderungen an Arbeit und Sozialverhalten in Unternehmen schlichtweg unbekannt sind.

Beide Welten. Die Erlebniswelt „Arbeit“ und die Erlebniswelt der „Jugend“ haben sich entfremdet, verstehen sich nicht mehr. Müssen wieder zueinander finden. Beide ...


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Modellierung von Einlagen – Liquiditätsrisiko Bilanzstrukturmanagement



Schlüsselfaktoren für ein erfolgreiches Geschäftsmodell.

Christian Hasenclever und Kevin Schmidtko, Leiter und Seniorexperte im Strategic ALM (Treasury), Norddeutsche Landesbank (NORD/LB)

     

 

I. Motivation & Ziele

Kundeneinlagen stellen eine bedeutende Refinanzierungsquelle für Kreditinstitute dar. Während sie für Sparkassen und Volksbanken essenziell sind, helfen sie im Falle von kapitalmarktabhängigen Kreditinstituten, deren Refinanzierungsbasis zu verbreitern und die Verbindlichkeitenstruktur zu diversifizieren. So können Konzentrationen und einseitige Abhängigkeiten von bestimmten Refinanzierungsinstrumenten und -wegen – insbesondere vom Kapitalmarkt – sowie verschiedenen Kunden(-gruppen) begrenzt werden. Damit genügen sie dem betriebswirtschaftlichen und regulatorischen Anspruch, eine nachhaltige und stabile Refinanzierung zu gewährleisten. Darüber hinaus stellt die Refinanzierung über Einlagenmittel eine für die Bank vergleichsweise kostengünstige Refinanzierungsquelle dar: Da Einlagen juristisch täglich fällig sind, beanspruchen Kunden nur geringe zusätzliche Ausfallrisikoprämien[1]. Eine vollständige Integration in das Bilanzstrukturmanagement hilft, den Funding-Mix und die Refinanzierungskosten zu optimieren.

Die hohe Bedeutung der Einlagen für die Bankindustrie, das resultierende Zinsänderungsrisiko im Bankbuch und die Verwundbarkeit durch Liquiditätsrisiken machen nicht nur betriebswirtschaftlich eine intensive Auseinandersetzung mit Einlagen in der Gesamtbanksteuerung ...


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Design Thinking in der Finanzindustrie



Wie eine Methode für mehr Nutzerzentrierung und komplexe Problemlösung sorgen und dabei noch Spaß machen kann.

Kristian, Schneider, Design Thinking/Agil/selbständiger Innovations-Coach, Digital Office KfW Bankengruppe

   

I. Die Herausforderung und wie würden Sie vorgehen?

Szenario:

Die interne Abteilung einer Förderbank hat die Herausforderung, mehr Umsetzungen von Anfragen zu schaffen, ohne mit der Einstellung von mehr Personal zu reagieren. Zusätzliche Anforderung ist, dass der Prozess verschiedene Nutzergruppen, sowohl intern als auch extern, (international) hat.

Die Erste Reaktion auf eine solche Anfrage wäre, den Prozess zu analysieren und diesen dann zu optimieren – eine an sich sehr einfache Vorgehensweise, die im ersten Moment sinnvoll erscheint. Aber: weder wird der Nutzer beachtet, und in diesem Fall gibt es verschiedene, noch wird die Herausforderung zunächst eingeordnet. Die Frage ist also: Wie ist die Herausforderung „klassifiziert“?

II. Kompliziert vs. Komplex

Um diese Frage zu beantworten, gibt es verschiedene Ansätze, die im Folgenden vorgestellt werden:

1. Stacy Matrix

Ralph Douglas Stacy ist ein britischer Professor für Management, der sich mit der Organisationstheorie und mit komplexen Systemen befasst[1].

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