Die FCH Gruppe AG verleiht die Innovation Awards an die innovativsten Banken Deutschlands

Gesamtsieger Volksbank in der Ortenau setzt sich knapp gegen Stadtsparkasse Remscheid und VR Bank Südpfalz durch

Sascha Sychov, Bereichsleiter Digitalisierung und IT, FCH Gruppe AG

Am 24.06.2019 verlieh die FCH Gruppe AG in Kooperation mit der Allensbach Hochschule die Innovation Awards an die innovativsten Banken in Deutschland. Das war ein Kopf an Kopf-Rennen am ersten Abend der FCH-Innovation Days: Obwohl die Stadtsparkasse Remscheid sich in zwei Kategorien beweisen konnte, Business Model und Innovative Operations, holte die Volksbank in der Ortenau den Gesamtsieg als innovativste Bank ein.

Die VR Bank Südpfalz eG setzte sich in der Kategorie Customer Experience knapp vor den anderen teilnehmenden Banken durch. Wesentlicher Grund hierfür waren neben einem überzeugenden Omni-Kanal-Ansatz insbesondere die beiden innovativen Angebote „VR-SISy“ (VR-Service-Interaktiv-System) und „VR-Viki“.

Den Award in der Kategorie HR & Organisation gewann die Volksbank in der Ortenau. Auch diese Entscheidung war sehr knapp und letztlich gab die für die Branche sehr weit gediehene Ausrichtung der Organisation auf Innovation den Ausschlag. Die auf Agilität ausgerichtete Organisationsstruktur ermöglicht es der Bank, schnell und flexibel auf wechselnde Rahmenbedingungen zu reagieren, wozu auch die flachen Hierarchien und die strukturübergreifenden Projektteams ihren Beitrag leisten. Auch im Bereich des modernen Recruitings, der Außendarstellung in den Sozialen Medien und einer innovativen und zeitgemäßen Personalentwicklung konnte die Bank überzeugen.

Der Gesamtsieger wurde innerhalb der Untersuchung ermittelt, indem die Teilergebnisse der einzelnen Kategorien zu einem Gesamtergebnis aggregiert wurden. Insgesamt war die Volksbank in der Ortenau in allen nicht gewonnenen Kategorien jeweils sehr nahe am ersten Platz, was in Summe zu einem engen Gesamtsieg führte.

Business Model: Untersuchung des Innovationsgrads des Geschäftsmodells einer Bank.

Customer Experience: Hier wurde die Kundenseite betrachtet und der für den Kunden wahrnehmbaren Innovationsgrad bei den Touchpoints mit der Bank ermittelt.

Innovative Operations: Untersuchung der Innovationskraft der Arbeitsabläufe innerhalb der Bank. Hier spielten die internen Prozesse sowie die Nutzung innovativer Technologien eine Rolle.

HR & Organisation: Bewertung des Innovationsstands und der Innovationsfähigkeit von HR, der Organisation sowie der Führung innerhalb der Bank.

Die Allensbach Hochschule hat unter der Leitung von Prof. Dr. Sonja Keppler und Markus Krech, M.Sc., im Rahmen ihres Forschungsschwerpunktes „Digitalisierung“ die Daten der teilnehmenden Banken erhoben und ausgewertet. „Ziel war es auch, den aktuellen Stand der Digitalisierung im Bankwesen zu erfassen und den teilnehmenden Instituten entsprechende Entwicklungspotenziale aufzuzeigen,“ so Prof. Dr. Sonja Keppler. Die Allensbach Hochschule bietet neben einem Bachelor mit Schwerpunkt Banking auch einen Masterstudiengang „Finance“ an, in welchem auch das Thema „Digital Finance“ behandelt wird.

 

Beitragsnummer: 75637

 

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Künstliche Intelligenz in der Finanzbranche



Welche Rolle spielt der Faktor "Mensch" in Zeiten exponentiellen technologischen Fortschritts?

Jochen Werne, Direktor Business Development, Product Management, Treasury und Payment Services bei der Bankhaus August Lenz & Co. AG

     

I. Einleitung

Die einzige Konstante in der Geschichte war, ist und bleibt der Wandel. Die Erfindung des Buchdrucks im Jahre 1450 durch Gutenberg war ein Meilenstein auf dem Zeitstrahl der Entwicklung der Menschheit. Heute nehmen wir diese – in damaligen Zeiten durchaus als Innovation geltende Erfindung – zwar noch würdigend zur Kenntnis, aber leben längst und wie selbstverständlich umgeben von Smartphones und Cloud-Anwendungen, in denen wir die privatesten Informationen speichern und von überall auf der Welt abrufen können. Der heutige Wandel wird durch eine regelrechte digitale Revolution vorangetrieben.

Der digitale Wandel hat bereits für den Einzelnen und dessen Lebensweise elementare Folgen, entwickelt jedoch seine ganze Kraft, wenn es um das Zusammenspiel mit unserem sozialen Umfeld geht. In Zeiten von Smart Robotics und reifender Systeme in Bezug auf Künstliche Intelligenz stellt sich immer wieder die Frage, welche Rolle der Mensch auf der Bühne dieser Technologien spielt. Ist er ...


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Besonderheiten bei der Konzernausgründung als Joint Venture



Von der guten Idee bis zum erfolgreichen neuen Unternehmen.

Robert Wassmer, Geschäftsführer der komuno GmbH, einem Joint Venture der Helaba Digital sowie Lucht Probst Associates

           

I. Digitalisierung durch Ausgründung

Die Digitalisierung bleibt.

Nach häufiger anfänglicher Skepsis stellt heute niemand mehr ernsthaft in Frage, dass sich die digitale Transformation der Wirtschaft unaufhaltsam durchsetzen wird, auch wenn dies für viele mit teils schmerzhaften Auswirkungen verbunden ist. Marktteilnehmer sind gezwungen, die eigene Positionierung in diesem neuen Umfeld zu durchdenken und sich aktiv zu bewegen.

Bei Finanzdienstleistungsinstituten ist die Notwendigkeit zu agieren groß: Margen sinken durch Niedrigzinsen, während regulatorische Anforderungen über alle Produkte hinweg ansteigen. Und über alle Produkte des Bankwesens hinweg entstehen neue, digitale Vertriebskanäle, Dienstleistungen und an Banken angrenzende Geschäftsmodelle, mit denen sich als etablierter Anbieter beschäftigt werden sollte.

Die Institute, die lieber Hammer als Amboss sein möchten, sehen in dieser Veränderung der Marktstruktur eine Chance. Sie möchten diese Veränderungen unter ihrer Flagge prägen und die Ausgestaltung der neuen Kanäle und Leistungen so lenken, dass sie weiterhin ...


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Neukundengewinnung mit Open Banking



Nutzung digitaler Mehrwertdienste

Andreas von Hirschhausen, Sr. Manager New Business and Accounts, Fincite GmbH

     

I. Open Banking, PSD2 und deren Auswirkungen

Die Finanzwelt befindet sich im Umbruch, auf dem Weg in ein digital vernetztes Zeitalter, in dem andere Industrien (Kommunikation, Handel) längst angekommen sind. Es entstehen neben neuen Marktteilnehmern auch neue Initiativen (Open Banking) und Regulationen (PSD 2). Diesen zu entsprechen, die technischen Voraussetzungen zu schaffen und wertvolle Kundendaten preiszugeben, scheint auf dem ersten Blick Argwohn bei manchen Finanzinstituten zu erwecken. Dennoch: nicht trotz, sondern dank dieser neuen Anforderungen können Finanzinstitute nun passgenauere Angebote für ihre Kunden entwickeln und somit attraktive Mehrwerte bieten. Schließlich können mit einem besseren Service begehrte Kundensegmente erschlossen werden, ohne in ein Preisdumping zu verfallen.

II. Open Banking und PSD 2

PSD2, abgekürzt für Payment Services Directive 2, oder zu Deutsch Zahlungsdienstrichtlinie, ist eine Europaweite Regulation. Sie hat mehrere Ziele:

  1. Förderung des Wettbewerbs und der Sicherheit im Zahlungsverkehr
  2. Bessere Informationslage für Endkunden
  3. Verbraucherschutz bei Zahlungsdienstleistungen.

Die PSD2 hat zur Folge, dass Nicht-Finanzinstitute nach erfolgter Lizenzierung durch die ...


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Projekte begleiten – im Spannungsverhältnis zwischen Anspruch und Wirklichkeit



Die Begleitung von wesentlichen Projekten als Chance und Herausforderung für die Revisionsarbeit – wie kann die Innenrevision dem (selbst) gesetzten Anspruch gerecht werden?

Thomas Christoph Roth, CIA CCSA, Abteilungsleiter, Innenrevision, Vertriebs- & Sonderprüfungen/Grundsatzfragen, TARGOBANK AG.

I. Einleitung

Das Berufsbild des Revisors[1] hat sich durch verschiedene Kräfte gewandelt. Das Unternehmen möchte zeitnah und präventiv über Risikoentwicklungen und -treiber informiert werden. Das Wettbewerbsumfeld in der Finanzindustrie erfordert eine schnelle und effiziente Prozessarchitektur mit attraktiven Produktlösungen in einem weitestgehend verteilten Markt. Die Aufsichtsbehörden und der Gesetzgeber bilden ein Netz aus Regeln, Verlautbarungen, konkretisierenden Verwaltungsvorschriften und Empfehlungen, die das Wissen der Innenrevision als eine Stütze eines aktiven und wirksamen Risikomanagements ansehen.

Insoweit ist es naheliegend, die Tätigkeit einer Innenrevision auf die Begleitung von Projekten zu fokussieren, so geschehen mit BT 2.1 Tz. 2 der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk). Die Innenrevision hat unter Wahrung ihrer Unabhängigkeit und unter Vermeidung von Interessenskonflikten bei wesentlichen Projekten begleitend tätig zu sein.

Aber wie stellt es sich dar, wenn der Revisor außerhalb seiner Prüfroutine vorausschauend wesentliche Projekte begleitet und kein fertiges „Produkt“ vorfindet, sondern eine bewegliche Projektstruktur? Welchen Anspruch sollte die Innenrevision verfolgen, einerseits vor dem Hintergrund der ...


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Wer programmiert hier wen? – Künstliche Intelligenz auf dem Prüfstand

Künstliche Intelligenz ist ein Thema, bei dem zurzeit alle mitmischen wollen. Digitalisierung, Blockchain und Künstliche Intelligenz ziehen aktuell viel Aufmerksamkeit auf sich – auch die Aufmerksamkeit der Aufsichtsbehörden.

Talena Wahl, Bankenaufseherin, Deutsche Bundesbank[1]

talena_wahl_bundesbank

 

 

 

 

Das Jahr 2019 soll keine Neuauflage von George Orwells „1984“ werden. Die Dystopie von Orwell zeichnet einen Überwachungsstaat ohne jegliche Privatsphäre ab. Durch Künstliche Intelligenz wäre das sicherlich möglich. Doch durch ethische Mindeststandards und eine Partizipation der EU an der weiteren Entwicklung lassen sich solche Horrorvorstellungen abwenden und man kann die Vorteile von Künstlicher Intelligenz effizient nutzen.

Entwicklung des Forschungsgebietes Künstliche Intelligenz

Die Bundesregierung hat bereits erkannt, dass sie an Künstlicher Intelligenz nicht vorbeikommt und hat dementsprechend im November 2018 in Nürnberg einen Digitalgipfel abgehalten. Im Jahr 2019 will die Bundesregierung 142 Mio. € für Künstliche Intelligenz ausgeben, während der Bundesetat insgesamt 356 Mrd. € umfasst. Trotzdem träumt die Bundesregierung davon eine Qualitätsmarke „KI made in Germany“ zu etablieren. Dieser Aspekt ist vielerorts die Basis für Kritik geworden, denn es ist unwahrscheinlich, dass Deutschland allein Treiber der Entwicklungen werden kann. Vielmehr sollte eine Orientierung in Richtung „KI made in Europe“ erfolgen, um im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben und erheblichen Einfluss auf die Gestaltung der ethischen Mindeststandards von Künstlicher Intelligenz nehmen zu können. Doch selbst wenn man die gesamten Investitionen der EU in Künstliche Intelligenz summiert, steht die EU im Vergleich zum amerikanischen und asiatischen Raum immer noch schlecht dar. So investierte Asien mehr als das Doppelte und Amerika mehr als das Dreifache.

SEMINARTIPPS

IT-Sicherheit Kompakt, 24.09.2019, Frankfurt/M.

Hackerangriffe & Cyber-Attacken: Reaktion und Prävention, 25.09.2019, Frankfurt/M.

Digitalisierung im Konten-/Zahlungsverkehr: Praxis & Prüfung, 26.09.2019, Frankfurt/M.

Prozess- & Datenorientierte Schutzbedarfsanalyse, 04.11.2019, Wiesbaden.

Prüfung (BA)IT im Fokus der Bankenaufsicht, 06.–07.11.2019, Wiesbaden.

Künstliche Intelligenz in der Praxis

Die Qualität von Künstlicher Intelligenz hängt sehr stark von den Daten ab, die verarbeitet werden. Das Wissen steckt in den Daten und muss hieraus extrahiert werden. Daten sind dementsprechend in der heutigen Zeit als Wettbewerbsvorteil zu identifizieren. Analysiert man die Daten adäquat, kann man z. B. auf das Kaufverhalten von Personen schließen und deren Alltag analysieren. Folglich lassen sich Produkte für bestimmte Zielgruppen kreieren oder bestehende Produkte besser zuschneiden. Durch eine effiziente Datenanalyse sind Unternehmen und Banken in der Lage ihre Position am Markt zu stärken und neue Geschäftsfelder auszuloten.

Die technische Entwicklung aus Sicht der Bankenaufsichtsbehörden

Wenn Banken sich im Bereich IT für einen kommenden Tapetenwechsel durch Künstliche Intelligenz richten, müssen auch die Bankenaufsichtsbehörden nachziehen. Es ist ein Muss, dass auch in der Bankenaufsicht gezielt IT-Ressourcen und Kenntnisse aufgebaut werden, um die technologischen Innovationen im Finanzsektor zu analysieren und zu hinterfragen. Wird Künstliche Intelligenz flächendeckend eingesetzt, bedarf es mehr und mehr Spezialisten, die komplizierte Programmiercodes verstehen können. Ein wesentliches Ziel der Bankenaufsicht ist es, die Bank zu verstehen. Aufseher wollen die Prozesse innerhalb der Bank nachvollziehen, um Gaps zu den aufsichtlichen Anforderungen identifizieren zu können. Im Falle der Künstlichen Intelligenz ist es für Bankenaufseher schwierig, den Lernprozess des Computers verfolgen zu können, was eine aufsichtliche Beurteilung erschwert. Man könnte hier den Begriff „Blackbox“ verwenden. Das heißt, man kennt Input und Output und kann sich ausmalen, was dazwischen passiert. Klare Evidenz hierfür gibt es nicht.

Regulatorik, Aufsicht und Technologie

Regtech ist eine Kombination der Begriffe Regulatorik und Technologie und ist eine Technologie, die primär auf Big Data, Künstlicher Intelligenz und der Distributed Ledger Technology beruht. Anwendungsbereiche von Regtech in Banken sind Risikomanagement, Compliance und Betrugserkennung. Die regulatorischen Anforderungen an Banken werden in der Zukunft eher zu- als abnehmen. Das hat direkte Auswirkungen auf die Kreditinstitute, die beispielsweise mehr Ressourcen aufbringen müssen, um diesen Anforderungen zu genügen. Wenn Technologie dabei helfen kann, umso besser. Genau an dieser Stelle greift Regtech, welche die Erfüllung und Dokumentationen der Vorgaben der Aufsicht unterstützen soll. Regtech kann auch in anderen stark regulierten Bereichen zur Anwendung kommen.

Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht z. B. hat Regtech als eine Möglichkeit der Banken identifiziert und untersucht aktuell die Erscheinungsformen, Ausprägungen und Anwendungsgebiete. Wichtig ist auf jeden Fall, dass Regtech nicht die Aufsichtsexperten in den Banken ersetzen kann, die sich mit den aufsichtlichen Anforderungen auskennen. Bei der Verwendung von Regtech ist ebenfalls klar, dass die letztliche Verantwortung beim Menschen verbleibt. Nichtsdestotrotz steht Regtech in den Startlöchern und hat enormes Entwicklungspotenzial.

Interessant in Bezug auf die Bankenaufsicht ist Suptech, was ein zusammengesetztes Wort aus Supervision und Technology ist. Der Unterschied zwischen Regtech und Suptech ist, dass Suptech für die Zielgruppe der Aufsichtsbehörden kreiert wurde. Das heißt, dass auch die Arbeit der Bankenaufsicht z. B. durch innovative Technologien unterstützt werden kann.

PRAXISTIPPS

  • Notwendige Voraussetzungen für den Gebrauch von Künstlicher Intelligenz sind Geld, Daten und Vertrauen. Das Vertrauen in Künstliche Intelligenz kann man nur stärken, wenn dadurch nicht zahlreiche Menschen ihre Jobs verlieren.
  • Algorithmen müssen verständlich bleiben.
  • „Ich war es nicht, es war die Maschine“ zählt nicht. Der Mensch bleibt verantwortlich.
  • Wenn es so stark auf die Qualität der Daten und eventuell auch auf die Menge der Daten ankommt, muss eine viel stärker datengetriebene Kultur etabliert werden. Heutzutage werden große Datenmengen meist noch als Belastung wahrgenommen.
  1. Dieser Beitrag gibt die eigene Meinung der Autorin wieder und stellt nicht notwendigerweise den Standpunkt der Deutschen Bundesbank dar.

 

Beitragsnummer: 73383

 

 

Beitragsnummer: 73383

EuGH zur Aufzeichnungspflicht von Arbeitszeiten, Urt. v. 14.05.2019

Matthias Kaiser, LL.M (Glasgow), Rechtsanwalt, GSK STOCKMANN + KOLLEGEN

Einleitung

Mit seinem Urt. v. 14.05.2019 (C-55/18) stellte der EuGH die Verpflichtung von Arbeitgebern zur Erfassung der vollständigen Arbeitszeit von Arbeitnehmern fest. Diese Verpflichtung ergibt sich aus Sicht des EuGH aus der rechtskonformen Auslegung der Europäischen Arbeitszeitrichtlinie (EU-RL 2003/88) und dem daraus resultierenden Schutz der Gesundheit der Arbeitnehmer. Die Presse hat zu der Entscheidung des EuGH bereits umfangreich berichtet. Dieser Beitrag beleuchtet die möglichen künftigen Konsequenzen des Urteils für die arbeitsrechtliche Praxis.

Ausgangsverfahren

Das Ausgangsverfahren befasste sich mit dem Rechtsstreit einer spanischen Gewerkschaft gegen eine spanische Tochtergesellschaft der Deutschen Bank vor dem Nationalen Gerichtshof Spaniens. Darin hat die Gewerkschaft die spanische Tochtergesellschaft der Deutschen Bank verklagt, ein System zur Messung der täglichen geleisteten Arbeitszeit einzurichten. Die Gewerkschaft berief sich für eine entsprechende Verpflichtung des Arbeitgebers neben nationalen Rechtsvorschriften maßgeblich auf die EU-Grundrechtecharta und die Arbeitszeitrichtlinie 2003/88/EG.

 

BUCHTIPP

Kuhn/Thaler (Hrsg.), BankPersonaler-Handbuch, 2016.

 

Der Nationale Gerichtshof bezweifelte die Vereinbarkeit der Rechtsprechung des obersten spanischen Gerichts mit dem Unionsrecht, wonach nur die von den Arbeitnehmern tatsächlich geleisteten Überstunden vom Arbeitgeber zu erfassen seien und an die Gewerkschaft gemeldet werden müssten. Der Nationale Gerichtshof begründete seine Ansicht damit, dass über die Hälfte der in Spanien von Arbeitnehmern geleisteten Überstunden von den Arbeitgebern nicht erfasst werde. Daher biete nur die systematische Erfassung der gesamten Arbeitszeit den Arbeitnehmern einen hinreichenden Schutz, eine Überschreitung der Höchstarbeitszeit zu belegen und die Einhaltung der Arbeitszeitregeln zu überprüfen und nur so die nationalen Regelungen über die Erfassung der Arbeitszeit, die in der Arbeitszeitrichtlinie und der Richtlinie 89/391/EWG über die Sicherheit und die Gesundheit der Arbeitnehmer bei der Arbeit und die darin kodifizierten Verpflichtungen eingehalten werden könnten.

Entscheidung des EuGH vom 14.05.2019

Nach dem Urteil des EuGH vom 14.05.2019 müssen die Arbeitgeber die gesamte Arbeitszeit und Pausen ihrer Arbeitnehmer erfassen. Nur so könnten die Einhaltung der Arbeitszeitrichtlinie und damit der Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer effektiv kontrolliert und durchgesetzt werden. Arbeitnehmer haben ein Grundrecht auf Einhaltung und Begrenzung der wöchentlichen Höchstarbeitszeit sowie auf Einhaltung der täglichen und wöchentlichen Mindestruhezeiten.

Daher ist nach dem EuGH jeder Arbeitgeber verpflichtet, ein objektives, verlässliches und zugängliches System einrichten, das die von einem jeden Arbeitnehmer geleistete tägliche Arbeitszeit vollständig erfasst. Nur ein solches Arbeitszeiterfassungssystem bietet den Arbeitnehmern – als schwächerer Partei des Arbeitsverhältnisses – die Möglichkeit, zu objektiven und verlässlichen Daten über die tatsächlich geleistete Arbeitszeit zu gelangen und damit die Einhaltung der täglichen und wöchentlichen Höchstarbeitszeit einschließlich der Überstunden sowie die Einhaltung der täglichen und wöchentlichen Ruhezeiten nachzuweisen. Ohne ein solches System ist es für die Arbeitnehmer äußert schwierig oder gar unmöglich, ihre Rechte in punkto Arbeitszeit durchzusetzen, was dem Zweck der Arbeitsschutzrichtlinie zuwiderläuft.

Der EuGH betont in seiner Entscheidung allerdings auch, dass die Mitgliedsstaaten unter Berücksichtigung der Besonderheiten des jeweiligen Tätigkeitsbereichs und der Größe und Form der Unternehmen die Modalitäten eines solchen Systems zur Arbeitszeiterfassung festlegen können. Daneben gestattet bereits die Europäische Arbeitszeitrichtlinie insbesondere für leitende Angestellte oder sonstige Personen mit selbstständiger Entscheidungskompetenz, Ausnahmen von den strengen Vorgaben der Arbeitszeitrichtlinie unter Beachtung der allgemeinen Grundsätze des Schutzes der Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer zuzulassen.

Was müssen Arbeitgeber tun?

  • Die gute Nachricht ist, Arbeitgeber müssen nicht ab sofort die Arbeitszeit der Arbeitnehmer vollständig dokumentieren. Zunächst ist der nationale Gesetzgeber gefragt. Bisher ist der Arbeitgeber gem. § 16 Abs. 2 Arbeitszeitgesetz (ArbZG) verpflichtet, die über die werktägliche Arbeitszeit von acht Stunden hinausgehende Arbeitszeit zu erfassen. Diese teilweise Aufzeichnungspflicht dürfte nach dem Urteil des EuGH nicht mehr den Anforderungen der europäischen Arbeitszeitrichtlinie genügen. Der deutsche Gesetzgeber wird daher aufgrund der Rechtsprechung des EuGH das nationale Arbeitszeitgesetz anpassen müssen. Es bleibt zu hoffen, dass der Gesetzgeber die ihm insoweit vom EuGH gegebenen Möglichkeiten nutzt und Ausnahmen von der Verpflichtung der vollständigen Erfassung der Arbeitszeit für kleinere Unternehmen oder bestimmte Berufsgruppen zulässt. Der Arbeitsminister will bis zum Jahresende einen Gesetzesentwurf vorlegen. Dieser Entwurf sollte abgewartet werden, bevor arbeitgeberseitig Maßnahmen eingeleitet werden.
  • Da Arbeitgeber nicht schon jetzt zur vollständigen Erfassung der Arbeitszeit verpflichtet sind, drohen derzeit keine Bußgelder durch die Aufsichtsbehörden, wenn die Arbeitszeiten (noch) nicht vollständig i. S. d. EuGH-Urteils erfasst werden. Allerdings könnte das Urteil die Aufsichtsbehörden motivieren, die Einhaltung der Arbeitszeit und die entsprechende Dokumentation nach dem derzeit gültigen Arbeitszeitgesetz schon heute strenger zu überprüfen.
  • Für Arbeitgeber, die bereits jetzt die Arbeitszeit ihrer Arbeitnehmer vollständig mit Hilfe eines Arbeitszeiterfassungssystems erfassen, ergeben sich durch die Entscheidung des EuGH keine Veränderungen. Insofern kann die Arbeitszeit weiterhin durch vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellte Instrumente (Excel-Tabellen oder Zeiterfassungstools) erfasst werden. Außerdem können die Arbeitnehmer weiterhin angewiesen werden, ihre Arbeitszeit selbst und eigenverantwortlich zu dokumentieren. Diese Vorgehensweise bleibt auch nach dem Urt. des EuGH vom 14.05.2019 gültig.

Künftige Auswirkungen des EuGH-Urteils auf das deutsche Recht

Das Urteil des EuGH wird Auswirkungen auf das Arbeitsleben haben. Allerdings bleibt zunächst die Umsetzung des Urteils durch den nationalen Gesetzgeber abzuwarten. Eile ist derzeit unangebracht.

Nachfolgend werden mögliche Auswirkungen des Urteils des EuGH vom 14.05.2019 auf das deutsche Arbeitsrecht kurz angerissen:

Ende der Vertrauensarbeitszeit?

Bei der Vertrauensarbeitszeit nimmt der Arbeitgeber keine Zeiterfassung seiner Arbeitnehmer vor. Ob das Urteil des EuGH vom 14.05.2019 die Vertrauensarbeitszeit vollständig beendet, ist noch nicht sicher. Es besteht die Hoffnung, dass der deutsche Gesetzgeber die ihm vom EuGH und durch die Arbeitszeitrichtlinie eingeräumte Ausnahmetatbestände nutzt und die Verpflichtung zur vollständigen Erfassung der Arbeitszeit nicht für alle Unternehmen und Berufsgruppen verbindlich festlegt. Dies gilt insbesondere für Arbeitnehmer höherer Hierarchieebenen mit Vertrauensarbeitszeit und für Außendienstmitarbeiter.

Ende der flexiblen Arbeitszeit?

Läutet die Pflicht des Arbeitgebers, die tägliche Arbeitszeit seiner Arbeitnehmer minutengenau zu erfassen, das Ende des flexiblen und mobilen Arbeitens ein? Im heutigen digitalen Zeitalter, in dem die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit zunehmend verschwinden, erledigen viele Arbeitnehmer arbeitsbezogene Aufgaben außerhalb ihrer regulären Arbeitszeit außerhalb der Arbeitsstätte oder erbringen ihre Arbeitszeit zumindest teilweise im Home-Office. Außerdem unterbrechen Arbeitnehmer hin und wieder ihre gesetzlichen Ruhezeiten und führen ein kurzes Telefonat oder beantworten eine E-Mail. Einer solchen flexiblen und mobilen Arbeitswelt steht die Verpflichtung des Arbeitgebers zur minutengenauen Erfassung der täglichen Arbeitszeit entgegen. Es bleibt mit Spannung abzuwarten, ob und wie der nationale Gesetzgeber diese Gegensätze auflöst.

Welche Arbeitszeit ist zu dokumentieren?

Grundsätzlich unterscheidet die Rechtsprechung nach vergütungspflichtiger- und arbeitsschutzrechtlicher Arbeitszeit. Vergütungspflichtige- und arbeitsschutzrechtliche Arbeitszeit sind unabhängig voneinander zu bewerten. So kann es beispielsweise sein, dass Reisezeiten arbeitsschutzrechtlich nicht relevant sind, aber dennoch zu vergüten sind. Hier stellt sich dann die Frage, welche Arbeitszeit durch den Arbeitgeber vollständig zu erfassen ist? Aus unserer Sicht spricht viel dafür, dass nur die arbeitsschutzrechtliche Arbeitszeit vollständig zu erfassen ist. Denn der EuGH stellt in seiner Urteilsbegründung maßgeblich auf die Einhaltung der Arbeitszeitrichtlinie aus Gedanken des Gesundheitsschutzes ab. Sicher ist dies allerdings nicht. Denn der EuGH möchte den Arbeitnehmern mit der Dokumentationspflicht der „täglichen Arbeitszeit“ auch die Durchsetzung seiner Rechte erleichtern. Insofern müssten dann wohl sowohl die arbeitsschutzrechtliche Arbeitszeit und die vergütungspflichtige Arbeitszeit dokumentiert werden. Die Diskussion und die Gesetzgebung hierzu bleiben abzuwarten.

Beweismittel für Geltendmachung von Überstunden?

Wenn der Arbeitgeber künftig tatsächlich zur Erfassung der täglichen Arbeitszeit verpflichtet sein sollte, so erhalten die Arbeitnehmer mit der Aufzeichnung ihrer Arbeitszeit ein Beweismittel für die Geltendmachung von Überstunden. Denn mit der Aufzeichnung der täglichen Arbeitszeit ist der nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (vgl. BAG Urt. v. 21.12.2016 – 5 AZR 363/16) erforderliche Nachweis erbracht, an welchen Tagen der Arbeitnehmer von wann bis wann Arbeit geleistet hat und er über die vertraglich geschuldete Arbeitszeit hinaus Arbeitsleistungen erbracht hat. Zur erfolgreichen Geltendmachung von Überstunden wäre dann immer noch erforderlich, dass die Überstunden dem Arbeitgeber zurechenbar sind. Insoweit gelten dann die bisherigen allgemeinen Grundsätze.

Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats?

Sollte es tatsächlich zu einer Verpflichtung des Arbeitgebers zur minutengenauen Aufzeichnung der täglichen Arbeitszeit seiner Arbeitnehmer kommen, so stünde dem Betriebsrat bei Einführung oder der Erweiterung des Systems zur Arbeitszeiterfassung Mitbestimmungs- und Initiativrechte nach § 87 Abs. 1 Nr. 2 und 6 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) zu.

PRAXISTIPPS

  • Der Arbeitgeber ist derzeit noch nicht verpflichtet, die Arbeitszeit seiner Arbeitnehmer vollständig zu erfassen, auch wenn er bisher die Arbeitszeit nicht vollständig erfasst hat. Der nationale Gesetzgeber muss zunächst das Arbeitszeitgesetz an die Vorgaben der Arbeitszeitrichtlinie und die Auslegung durch den EuGH anpassen. Dies bedeutet, dass die Vertrauensarbeitszeit sowie flexibles und mobiles Arbeiten weiterhin möglich sind.
  • Hat der Arbeitgeber bisher bereits die Arbeitszeit seiner Arbeitnehmer vollständig erfasst, so ergeben sich wahrscheinlich keine bzw. keine großen Veränderungen. Die Arbeitszeit kann weiterhin durch die vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Arbeitszeiterfassungstools oder durch die Arbeitnehmer selbst erfasst werden.
  • Es bleibt abzuwarten, ob der Gesetzgeber das Urteil des EuGH vom 14.05.2019 zum Anlass nimmt, das Arbeitszeitgesetz an die neuen Herausforderungen der digitalen Arbeitswelt anzupassen. Dazu hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bereits in seinem Weissbuch Arbeiten 4.0 verschiedene Möglichkeiten diskutiert.

 

Beitragsnummer: 73086

Praxistipps für Banken beim Aufbau & Modernisieren ihres KSC/KDC



Grundlegende Tipps, mit denen Sie nachhaltig ein erfolgreiches KSC/KDC in ihrer Bank und für ihre Kunden führen.

Joana Ulrich, Leitung KundenDialogCenter (KDC) VOBA@ON, Führung & Entwicklung des KDC, Volksbank Bad Oeynhausen-Herford eG

I. Einleitung

Was früher eine einfache Telefonzentrale war, in der eine Handvoll Mitarbeiter Rückrufwünsche entgegennahmen oder Terminwünsche bearbeiteten, hat sich zum wichtigsten Kommunikationsschnittpunkt zwischen Kunde und Bank entwickelt und gewinnt immer mehr Bedeutung im Banking der Zukunft. Vom einfachen Serviceauftrag, wie einem Rückrufwunsch, bis zur Begleitung der Ersteinrichtung des Online-Bankings oder Transaktionen und Beratung ist alles möglich. Das KundenDialogCenter (KDC) kann per Telefon, Chat, Videochat, WhatsApp oder Mail nahezu jedes Problem im Handumdrehen lösen. Kundennähe und Digitalisierung schließen sich nicht aus, sondern bringen Kunden und Bank näher zusammen und machen das Banking im Alltag wesentlich einfacher und schneller. Bei der Einführung einer technischen Anwendung wie einer Chatlösung, deren Integration in bestehende Prozesse und der Mitarbeiterbefähigung stehen zunächst viele Aufgaben an, die erfüllt werden müssen, damit das Gesamtbild am Ende stimmig ist. Die grundlegenden Faktoren, die ein KSC/KDC erfolgreich machen, sind jedoch nicht abhängig von einem Chat. Die Akzeptanz bei Mitarbeitern und Kunden, gut ausgebildete und engagierte Agenten, aber auch ein realistisches, an ...


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In Zwei-Wochen-Sprints zum strategischen Schlüsselprodukt



TARGOBANK-Projektbericht: Entwicklung einer Banking App im internationalen Team.

Von Oliver Hoffmann, Abteilungsleiter Mobile Banking und Services der TARGOBANK AG

       

Die TARGOBANK hat Anfang 2019 eine neue Banking App für ihre Kunden ausgerollt. Das mag im ersten Moment nicht besonders bahnbrechend klingen. Um den Stellenwert des Projekts zu verstehen, ist es wichtig, einige grundlegende Unternehmensfakten zu kennen: Die TARGOBANK betreut vier Mio. Kunden und verfügt über 350 Filialen in 200 Städten. Sie ist in Deutschland Marktführer bei Konsumentenkrediten und baut ihre Marktposition in ihren neuen Segmenten Geschäfts- und Firmenkunden weiter aus. Ihren Schwerpunkt legt sie auf einfache, leicht verständliche Bankprodukte und guten Service. Die Digitalisierung der Geschäftsprozesse spielt dabei eine entscheidende Rolle. Die TARGOBANK gehört mit der französischen Genossenschaftsbank Crédit Mutuel zu einer starken Muttergesellschaft, die beim dritten Stresstest der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) als sicherste Bank Frankreichs und als eine der sichersten Banken Europas abgeschnitten hat. Diese Konstellation eröffnet die Möglichkeit, komplexe technische Projekte mit viel Energie anzupacken und zügig mit höchster Qualität zu realisieren.

Da die TARGOBANK ihren Kunden bereits seit 2012 sehr erfolgreich eine Banking App zur Verfügung stellt, ist ein derartiges Projekt für die ...


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Die Finanzindustrie und die Cloud – erste Annäherungsversuche



Rahmenbedingungen für den Cloud-Einsatz bei Banken.

Achim Thienel, Senior Manager Global Solutions Consultant Core Banking SaaS und Geschäftsführer, Finastra International in Deutschland

           

Viele Finanzinstitute wagen sich hierzulande erst nach und nach an das Thema Cloud heran, während die internationale Konkurrenz sowie Fintechs bereits von den Vorteilen profitieren. So treibt beispielsweise die kanadische TD Bank Group ihre digitale Transformation auf Basis von Microsoft Azure voran. Grund für die Zurückhaltung im deutschen Bankensektor sind zum einen technische Bedenken: Vielen Verantwortlichen ist nicht klar, wie insbesondere Kernbankensysteme ohne Unterbrechung laufender Prozesse in die „Wolke“ migriert werden sollen. Zum anderen lassen auch Unsicherheiten bezüglich der regulatorischen Anforderungen die Banken zögern. Dabei lohnt sich der Schritt in die Cloud für Finanzinstitute aufgrund der Kostenvorteile und Skalierbarkeit. Der folgende Beitrag zeigt, welche Schritte Banken gehen müssen, um Compliance-gerecht von dieser Technologie zu profitieren.

I. Regulatorische Anforderungen an die Cloud-Nutzung

Obwohl die BaFin Cloud-Technologien grundsätzlich positiv gegenübersteht, weist sie durchaus auf die damit verbundenen Herausforderungen hin: Durch den hohen Vernetzungsgrad des Finanzsektors besteht die Gefahr, ...


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