Das waren die 11. Hamburger Bankenaufsichts-Tage

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Eine Premiumveranstaltung für Geschäftsleitung, Risikomanagement, MaRisk-Compliance, Grundsatzabteilungen und Interne Revision aus der Kreditwirtschaft, die ein kompaktes aufsichtsrechtliches Update suchen.

Heidi Bois, Redaktionsmitglied DigiPraktiker und Leiterin Vertrieb FCH Gruppe

Am 05.-06.11.2018 fanden unsere Hamburger Bankenaufsichts-Tage bereits zum 11. Mal statt. Die Tagung hat sich inzwischen als eine DER Netzwerkveranstaltungen in der Kreditwirtschaft etabliert. Alljährlich findet sich hier eine energiegeladene Gruppe von Führungskräften zusammen. Hier entwickelt sich immer wie von selbst diese ganz eigene Dynamik, die Menschen miteinander gute Gespräche führen lässt.

Topaktuelle Informationen aus erster Hand

Fast 200 Teilnehmer nutzten an anderthalb straffen Tagen die Möglichkeit, sich bei unserer Premium-Tagung für das ungemein dynamische Aufsichtsrecht wieder über aktuelle und zum Teil brisante Themen zu informieren. Henning Riediger, Prüfungsleiter Referat Bankgeschäftliche Prüfungen, Deutsche Bundesbank, machte das Opening und referierte über aktuelle Entwicklungen im aufsichtlichen Umfeld. Es folgte Thorsten Pegelow, Unternehmensbereichsleiter & Direktor Revision, Hamburger Sparkasse, mit seinem Vortrag über „Revision im Kontext von SREP und aufsichtlichen Prüfungen“. Einige Fazits: Die Anforderungen an statistische Datenlieferungen steigen „exorbitant“. Besonders im Fokus: das aufsichtliche Meldewesen. Prof. Dr. Stefan Zeranski und Michael Wellershaus, Vorstand, Stadtsparkasse Remscheid, referierten sehr lebhaft nach einer kurzen Pause, in der angeregt über das zuvor Gehörte diskutiert wurde, über „Neue Fit & Proper-Anforderungen für Geschäftsleiter, Aufsichtsräte und die zweite Führungsebene“.

Dr. Moritz Römer, Fachaufsicht für Governance, Verhalten und Kultur, Niederländische Bank AG, berichtete im Anschluss über den Ansatz der Niederländischen Aufsicht zum Thema Risikokultur. Ulrich Leuker, Bereichsdirektor Controlling, Sparkasse Neuss, schloss an mit seinem Vortrag „Gedanken zur Risikokultur am praktischen Beispiel“. Seine Kernbotschaften waren unter anderem: Kultur ist der entscheidende Unterschied im Wettbewerb.‏ Kultur ist vor allem Kommunikation und wird entscheidend von den Führungskräften getragen. Den Abschluss des ersten Tages machte der „Schwieche“ Eleftherios Hatziioannou, Co-Founder von Smoope mit „Digitale Services aufbauen–Innovationen gestalten: Erfolgsbausteine für eine Kooperation mit Startups und Fintechs“.

 

 SEMINARTIPP

12. Hamburger Bankenaufsicht-Tage, 04.–05.11.2019, Hamburg.

 

 

Mit einem anspruchsvollen Vortrag von Jan Bangert und Dr. Daniel Baumgarten ging es am zweiten Tag los: „Periodische vs. ökonomische Steuerung im neuen RTF-Leitfaden der Aufsicht“. Wegen des weitreichenden Anpassungsbedarfs wird damit gerechnet, dass die neuen Vorgaben auf absehbare Zeit ein komplexes, dynamisches und hochrelevantes Thema bleiben.

„Mehr und weniger EWB?“ war der vorletzte Vortrag von Dominik Leichinger, Prüfungsleiter Referat Bankgeschäftliche Prüfungen 2, Deutsche Bundesbank. Thomas Brockmann, Betriebsprüfer Bankenprüfung, Bundeszentralamt für Steuern (BZST), stieg ein mit „Sie kennen mich noch nicht? Dann werden Sie mich kennenlernen!“ und schloss seinen mitreißenden Vortrag mit Praxistipps zur Vermeidung von Steuerrisiken. Er hat langjährige Erfahrungen mit der Überprüfung sowie Beurteilung der Bildung und Auflösung von Wertberichtigungen (EWB) im Kreditgeschäft und ist Autor zahlreicher Fachpublikationen.

Den Abschluss machten Frau Kutzner, Referat Bankgeschäftliche Prüfungen, Deutsche Bundesbank und Herr Wölfelschneider, Finanz- & Meldewesen, SaarLB, zu „Neuer EZB-Datenqualitätsindikator – Einfluss auf künftige SREP-Beurteilungen, Kapitalzuschläge & eigenes Datenqualitäts-Benchmarking“.

Am 05.11.18 fand parallel auch eine Sitzung des Fachgremiums MaRisk statt, die vor allem der Erörterung der Anfang September an die deutsche Aufsicht adressierten weiteren Auslegungsfragen zur 5. MaRisk-Novelle diente. Hier erörterte die Deutsche Kreditwirtschaft mit der deutschen Aufsicht verschiedene Auslegungsfragen zum neuen Risikotragfähigkeits-Leitfaden. Eine Konsultation der Finanz- und Risikotragfähigkeitsinformationsverordnung ist für das erste Quartal 2019 geplant.

 

 BUCHTIPP

Schiwietz/Janßen (Hrsg.), Risikokultur in Kreditinstituten, 2018.

 

 

Netzwerken in entspannter Atmosphäre

In den Vortragspausen und auch bei unserem tollen Abendprogramm wurden fleißig neue Kontakte geknüpft und geschäftliche Beziehungen gepflegt. Die gute Stimmung war nicht zuletzt zurückzuführen auf die besonderen Rahmenbedingungen – angefangen vom Fünfsternehotel „Empire Riverside“, Mittagessen in der 20up Bar in schwindelerregender Höhe mit traumhaftem Ausblick über den Hafen von Hamburg bis hin zum Besuch des altehrwürdigen Kaffeemuseums Burg mit Kaffee-Verkostung sowie ein gemeinsames Netzwerk-Dinner in der Speicherstadt im Alten Hauptzollamt. Hier konnten sich alle beim genussvollen Schlemmen in entspannter Atmosphäre austauschen und so ihr kulinarisches und geschäftliches Netzwerk erweitern. Unser Filmteam der FCH-Studios war erstmals auch dabei, um ein paar Impressionen und persönliche Eindrücke der Teilnehmer einzuholen.

An dem Sonntag vor unseren Hamburger Bankenaufsichts-Tagen ist übrigens auch immer verkaufsoffen, was das Geschäftliche mit einem verlängerten Wochenende immer ganz hervorragend verbinden lässt. Sichern Sie sich gleich einen der begehrten Plätze!

Ein Dank gilt auch den Sponsoren der 11. Hamburger Bankenaufsichts-Tage, unter denen sich namhafte Anbieter aus dem Bankensektor befanden. Sie sind ebenfalls Bankendienstleister und interessieren sich für ein Sponsoring der Hamburger Bankenaufsichtstage? Dann sichern Sie sich den Frühbucher-Rabatt und schreiben uns: heidi.bois@fc-heidelberg.de

PRAXISTIPPS

  • Nutzen Sie die Tagung, um anschließend wertvolle Impulse in die Bank zu geben, um frühzeitig Prozessschwächen und Prüfungsrisiken auszuloten.
  • Behalten Sie Dank der hochkarätigen Vorträge von Bafin und Bundesbank (aus lfd. Aufsicht und Prüfungsbereich) im Zusammenspiel mit Bankpraktikern den schon nicht einfachen Überblick über wesentliche praxisrelevante Neuerungen.

 

 

2 Antworten
  1. Viktoria Kickinger
    Viktoria Kickinger says:

    Diese Veranstaltung ist absolut empfehlenswert, sowohl die Vorträge als auch die Teilnehmer haben hohes Niveau. Beonders hilfreich ist der ausführliche Tagungsband, der schon zu Beginn aufliegt. Es bleibt auch genug Zeit zwischen den Vorträgen um gute Gespräche zu führen. Ich war zum ersten Mal dabei, die meisten Besucher kommen zum wiederholten Mal.

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    • Frank Sator
      Frank Sator says:

      Sehr geehrte Frau Kickinger, als Geschäftsführer und einer der hauptverantwortlichen Projektleiter für die Konzeption und Durchführung dieser jährlich stattfindenden 1½-tägigen Bankenaufsicht-Tage freue ich mich natürlich sehr darüber, dass es Ihnen so gut gefallen hat. Vielleicht sind Sie ja nächstes Jahr wieder mit dabei. Viele Grüße Frank Sator

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