EBA konsultiert „Guidelines on Outsourcing arrangements“

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Lukas Walla, Berater, FCH Consult GmbH

Am 22.06.2018 hat die European Banking Authority (EBA) das Konsultationspapier „Draft Guidelines on Outsourcing arrangements” veröffentlicht. Bis zum 24.09.2018 können Stellungnahmen abgegeben werden. Die Guidelines sollen voraussichtlich zum 30.06.2019 Anwendung finden. Hierdurch sollen die CEBS-Guidelines zum Outsourcing aus dem Jahr 2006 aktualisiert und eine weitere Harmonisierung der Regelungen erreicht werden.

Auf insgesamt 62 Seiten werden Anforderungen an die Dienstleistersteuerung formuliert. Dabei wird zunächst seitens der EBA erneut hervorgehen, welche enorme Stellung das Thema Outsourcing in den verschiedenen Instituten eingenommen hat.

Erst im Jahr 2017 hat die EBA Empfehlungen bezüglich der Behandlung von Cloud-Diensten veröffentlicht, die nun in die Guideline eingearbeitet wurden. Folglich wird die Guideline EBA/REC/2017/03 mit Inkrafttreten der vorliegenden Guideline aufgehoben.

Die EBA hat sehr detaillierte Anforderungen aufgestellt, die wie üblich proportional umzusetzen sind. So wird beispielsweise ausgeführt, dass und wie Interessenkonflikten analysiert und vermieden werden sollen. Ebenfalls werden klare Mindestanforderungen an das Auslagerungsregister gestellt. In den meisten Instituten dürften Anpassungen im Register notwendig werden.

Die Steuerung von Drittleistungen haben sich oftmals lediglich auf Auslagerungen gem. MaRisk bezogen und sonstige Fremdbezüge außen vor gelassen. In der Tz. 57 wird nun klargestellt, dass die Erwartungshaltung der EBA zur Steuerung von Drittleistungen sich nicht nur auf Auslagerungen bezieht, sondern ebenfalls die sonstigen Fremdbezüge umfasst, wenn auch in einem geringeren Maße. Die BAIT fordern bereits bei sonstigen IT-Dienstleistungen Ähnliches.

Das Konsultationspapier „Guideline on Outsourcing“ geht teilweise über die Anforderungen der MaRisk hinaus und wird voraussichtlich nochmals weitere Anpassungen in der Dienstleistersteuerung nach sich ziehen. Abzuwarten bleibt, welche Anforderungen in der finalen Guideline bestehen bleiben.

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