Geschäftsmodellanalyse

In der Zwickmühle zwischen unzureichender Profitabilität und nötigen Geschäftsmodell-anpassungen?

Prof. Dr. Konrad Wimmer, Freiberuflicher Dozent an verschiedenen Bankakademien

           

I. Rahmenbedingungen der Geschäftsmodellanalyse

Die Veröffentlichung der Leitlinien zum aufsichtlichen Überprüfungs- und Überwachungsprozess (SREP)[1] hatte einen aufsichtlichen Paradigmenwechsel eingeläutet. Die Aufsicht führt nunmehr Geschäftsmodellanalysen durch, um die Geschäfts- und strategischen Risiken zu bewerten. Betroffen sind nicht etwa nur die von der EZB unmittelbar beaufsichtigten bedeutenden Institute (Significant Instituts, SIs), sondern auch die von der deutschen Bankenaufsicht direkt beaufsichtigten weniger bedeutenden Institute (Less Significant Instituts, LSIs)[2]. Im Mittelpunkt stehen folgende Aspekte (Tz. 62 f.)[3]:

  • Die Einschätzung der aktuellen Tragfähigkeit des Geschäftsmodells unter dem Aspekt der Erzielung ausreichender Erträge in den nächsten zwölf Monaten. Für die Beurteilung werden hierbei unterschiedliche Kennziffern, insbesondere Return-on-Equity (RoE), Return-on-Capital (RoC) und Costs-of-Equity (CoC), die Fundingstruktur und der Risikoappetit herangezogen.
  • Die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells wird mit Blick auf die Erzielung ausreichender Erträge in den (mindestens) nächsten drei Jahren geprüft, wobei entsprechende strategische Pläne und Planungsrechnungen vorzulegen sind; auch wird der Risikogehalt der Strategie untersucht (Tz. 78 f.).

Die Aufsicht untersucht das aktuelle Geschäftsmodell quantitativ ...


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