Liquiditätsmeldewesen 2020



Weiterentwicklung als Chance betrachten

Anton Fuchs, Experte Liquiditätsrisikocontrolling und Programmierung, Landesbank Berlin AG

I. Einleitung

Die Liquiditätsvorschriften sind in die Praxis umgesetzt und deren Weiterentwicklung durch die Aufsicht schreitet voran. Dabei steht das Liquiditätsmeldewesen weiterhin im Fokus. Die Veröffentlichung neuer technischer Umsetzungsstandards („Implementing Technical Standards“) durch die EBA stellt die Institute vor weiteren Handlungsbedarf.

II. Die kurzfristige Liquiditätsdeckungsquote (LCR)

Die kurzfristige Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio, LCR) ist das Verhältnis aus liquiden Aktiva zu Nettomittelabflüssen in den nächsten 30 Tagen. Nach Einführung der Kennzahl im Rahmen des CRRI/CRD IV-Paketes folgten mit der Delegierten Verordnung (EU) 2015/61 die erste Überarbeitung und damit einhergehend ebenfalls eine Anpassung der bestehenden Meldeformulare durch die EBA. Seit 2018 müssen die Institute eine verbindliche Quote von 100 % einhalten.

Mittlerweile wurde die bestehende Verordnung durch eine neue Verordnung (EU) 2018/1620 geändert, welche ab 30.04.2020 gilt. Zur Umsetzung hat die EBA einen Entwurf des Durchführungsstandards ITS 2016/322 veröffentlicht. Eine wesentliche Änderung betrifft den Ausweis von Wertpapierpensionsgeschäften, deren Abbildung jetzt an den Ansatz des Baseler Ausschusses angeglichen wird. Im LCR-Regime werden liquide Aktiva in Stufen eingeteilt, die mit unterschiedlichen Anrechnungsfaktoren einhergehen (von maximal 100 % für Stufe 1 bis 0 ...


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