Prozessorientierte Aufbauprüfung am Beispiel des Liquiditätsrisikomanagements

Ein Praxisansatz mit Fokus auf Prozessen und internem Kontrollsystem.

Dr. Karsten Geiersbach, Bereichsdirektor Interne Revision der Kasseler Sparkasse[1].

I. Einleitung

In der Prüferpraxis läuft man gelegentlich Gefahr, zum einen das Wesentliche nicht von dem Unwesentlichen zu trennen, zum anderen den „Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen“. Eine Hilfestellung bietet eine umfassende Systemanalyse des Prüfungsgebietes. Dies ermöglicht Zusammenhänge und Abhängigkeiten besser zu erkennen und zu beurteilen sowie visualisieren zu können. Umfasst eine Systemanalyse u. a. auch IT- und Datenkohärenz, so sind bereits wesentliche (Risiko-)Treiber für eine prozessorientierte Aufbauprüfung erfasst. Aufbauend auf diesen Rahmenbedingungen sollten spezifische Prüfungsfragen zum Risikomanagement, hier: Liquiditätsmanagement, behandelt werden. Für das Prüfungsergebnis müssen die Erkenntnisse aus beiden Teilgebieten verknüpft und beurteilt werden. In diesem Beitrag steht die Systemanalyse im Vordergrund, weil fachspezifische Checklisten in der Prüfungspraxis oftmals hinreichend bekannt sind.

II. Aufbauprüfung aus Prozesssicht

1. Revisions-Soll und Bank-Soll

In unseren Aufbauprüfungen beginnen wir mit der Analyse der Systeme, insbesondere des internen Kontrollsystems und der Prozesse sowie der IT-/Data-Governance[2]. Neben den fachlichen Prüfungsgrundlagen ist im ersten Schritt das Revisions-Soll zu bestimmen. Für das Liquiditätsrisikomanagement kommen im Wesentlichen in Betracht:

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