Rettungserwerb von gewerblichen Immobilien durch Kreditinstitute



Ist ein „Rettungserwerb" von notleidenden Immobilien ratsam?

Hans-Jürgen Wieczorrek, Problemkreditbetreuung, Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen

I. Ausgangssituation

Die Ausgangssituationen für Überlegungen in Richtung Rettungserwerb von gewerblichen Immobilien können recht unterschiedlich sein.

Gelegentlich hat das Kreditinstitut die Vorstellung, dass der notleidende Kreditnehmer die Objektbewirtschaftung nicht im Griff hat und eine Objektentwicklung durch das Institut besser erfolgen könnte. In einem solchen Fall stehen die Renditeaussichten eindeutig im Vordergrund, wobei im weiteren Verlauf der Überlegungen genau eruiert werden muss, ob die gemachten Annahmen auch realistisch sind.

Häufiger herrscht jedoch ein viel düsteres Szenario vor, wonach im Rahmen der Verwertungsanstrengungen die Nachfrage nach dem notleidenden Objekt so schlecht ist, dass der Kreditgeber durch einen Eigenerwerb und einen danach „verordneten" Zeitgewinn und möglicherweise eine bauliche Veränderung eine Verbesserung seiner Erlösvorstellungen zu erreichen versucht.

Diese Rechnung kann aufgehen. Meist ist es aber leider so, dass das Problem des subjektiv zu geringen Verwertungserlöses nur in die Zukunft verschoben wird, da das in Rede stehende Objekt strukturelle Schwächen hat und/oder die angenommenen Parameter im Zusammenhang mit der künftigen Entwicklung einfach zu positiv sind.

II. Erste Überlegungen

Neben reinen Renditeüberlegungen muss sich der Rettungserwerber in erster Linie Gedanken machen, wie ...


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