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Veranstaltungsticket


Verlustdaten & Erlösquoten


Neue Anforderungen aus MaRisk-Novelle (u. a. Forbearance) und EBA-Vorgaben • Prozesse • eigene Datensammlung und Datenbanken notwendig

Anforderungen der Aufsicht an die Sammlung von Verlustdaten & Erlösquoten sowie für die Festlegung von Kriterien und Maßnahmen für „Forbearance"

  • Verschärfte Vorgaben aus neuen MaRisk zur Einrichtung von Verfahrens zur Früherkennung von Risiken und Ergreifung geeigneter Maßnahmen (Forbearance) durch die Institute zur Vermeidung materieller Verluste.
  • Angemessene Erfassung der Erlöse aus der Abwicklung von Kreditengagements sowie der zugehörigen historischen Werte der Kreditsicherheiten in einer Erlösquotensammlung – Gewährleistung einer höchstmöglichen Datenqualität
  • Berücksichtigung der Erkenntnisse aus der Erlösquotensammlung bei der Steuerung der Adressenausfallrisiken.
  • Umgang mit nicht eindeutig zuordenbaren Schadensfällen oder Beinaheverlusten unter Berücksichtigung von Zugeständnissen zugunsten des Kreditnehmers („Forbearance“)
  • Festlegung von institutsindividuellen Forbearance-Kriterien und Forbearance-Maßnahmen sowie von Kriterien für die Überleitung von Engagements in die Intensivbetreuung, Sanierung oder Abwicklung – Konkretisierung der EBA/CRR-Vorgaben zur Ausfalldefinition von Kreditschuldnern
  • Angemessene Einbeziehung der Erkenntnisse aus Forbearance-Maßnahmen in die Verfahren zur Früherkennung von Risiken (BTO 1.3), Risikoklassifizierung (BTO 1.4) und bei der Bildung der Risikovorsorge (BTO 1.2.6).
  • Besonderheiten bei der Verwendung von Verbunddaten und Pooldaten
  • Neue Vorgaben zu "Non-Performing Exposures und Forbearance" (BCBS 367)

Anforderungen an die Datenqualität und Bedeutung qualitätsgesicherter Daten als Grundlage für die Sammlung von Verlustdaten und die Bestimmung von Erlösquoten

  • Aufsichtsseitig geforderte Überwachung von Verlustpotenzialen gem. MaRisk – Inwieweit hat die Bank geeignete Konzepte zur Sicherstellung und Kontrolle der Datenqualität entwickelt?
  • Ausgestaltung der Prozesse zur lückenlosen Datenerfassung aller betroffenen Bereiche des Instituts
  • Vermeidung manueller Systemeingaben und Korrekturen bestehender Daten (-Sätze) – Geringerer Aufwand und kleinere Fehlerpotenziale bei automatisierten Datensammlungen
  • Datenqualität entscheidend für Nutzung der Verlust-Datenbank zur Analyse von (Kredit-)Ausfalldaten, Parametrisierung automatischer Prozesse, Messung des Portfoliorisikos, adäquate Steuerung des (Adressen-) Ausfallrisikos und risikoadjustierte Bepreisung im Kreditgeschäft
  • Erhöhte Relevanz der Verlustdaten-Sammlung hinsichtlich der privilegierten Eigenkapitalanrechnung immobiliengesicherter Forderungen nach CRR
  • CRR-Forderungsklasse ausgefallene Positionen“ – (Verlust-)Daten-Grundlage für die Festlegung von Indikatoren und zur Bestimmung/Definition(!) des Ausfalls von Forderungen und möglichem Wertberichtigungsbedarf
  • Einfluss der erhobenen Verlustquoten auf die Hard-Test-Meldungen – eigene, valide Schätzung für neue CRR Verlustmeldungen – (Ad-hoc-)Abfrage von Verlust-Daten am Tag des Ausfalls maßgeblich für Verlustmeldung

Praxisbericht: Aufbau, Befüllung und Pflege von Verlust-Datenbanken

  • Zuständigkeiten von Marktfolge, Abwicklung und Controlling bei Aufbau/Pflege der Verlust-Datenbank
  • Festlegung der Einsatzfelder der Verlust-Datenbank durch unterschiedliche Unternehmensbereiche
  • Aufbau eines VDS-Netzwerks im Institut
  • Inwieweit kann der Aufbau einer aussagekräftigen Verlust-Datenbank durch das Institut selbst vorgenommen werden? Sind ein NPP und/oder eine Projektbegleitung durch die Revision notwendig?
  • Einbeziehung der IT- und Abwicklungsabteilung hinsichtlich der Einrichtung von Schnittstellen zur Abwicklungssoftware und dem Export von Verlustdaten
  • Möglichkeit der Schnittstellenparametrisierung und Sicherstellung hoher Datenqualität durch integrierte DV-Systeme (operative Systeme, Abwicklungssysteme, etc.) zur direkten Erfassung von Verlust-Daten und Speisung der Verlust-Datenbank
  • Bestimmung eines Verlustdaten-Koordinators für die prozessuale Umsetzung in der Einführungsphase und Betreuung im laufenden Betrieb
  • Erfassung und Pflege konkreter Ausfallgründe und Erhebung von Verlustdaten gemäß CRR – einheitliche Vorgehensweise bei allen(!) Engagements
  • Prüfung der Nutzbarkeit von Daten aus Altsystemen vor Migration – Inwieweit können Daten aus Altsystemen bereinigt und sinnvoll aufbereitet werden?
  • Erforderliche Datenqualität in den einzelnen Systemen sowie deren Überprüfung und ggf. Korrektur vor Ausfall

Erfahrungen mit der automatisierten Speisung, effizienten Nutzung und kontinuierliche Weiterentwicklung von Verlust-Datenbanken in der Kreditpraxis

  • Problemstellungen und Ansatzpunkte in der Anlauf-/Umsetzungsphase
  • Prozessseitig verankerte Ausfallerfassung als Ausgangspunkt für die Verlustdaten-Sammlung
  • Sicherstellung der Vollständigkeit und laufende Aktualisierung von Ausfallgründen – Rückkopplungspflichten aus der Verlust-Datensammlung für die übrigen Banksysteme
  • Automatische Übernahme von Ausfallgründen aus den laufenden Bearbeitungsprozessen in die Verlust-Datenbank
  • Verschlankung der Bearbeitungsprozesse und geringere Fehleranfälligkeit bei effizienter Automatisierung
  • Unmittelbarer Abzug von Verlustdaten durch automatisches Erkennen eines Verlust-Ereignisses (z.B. 90-Tage-Verzug)
  • Ausweis von „echten“ 90-Tage-Verzügen durch zeitnahe Regelungen und Kundenansprache
  • Sicherstellung der Konsistenz einzelner Daten(-Sätze) in der jeweiligen Bearbeitungsphase
  • Kontinuierliches Monitoring laufender Engagements und abgeschlossener Fälle in der Verlust-Datenbank
  • Nutzung der Verlust-Datenbank als Informationssystem zur Beurteilung des gesamten Kreditportfolios
  • Wie sind Sicherheiten ohne Beleihungswert in der Verlust-Datenbank zu erfassen?
  • Barwertige Betrachtung anfallender Zahlungen im Beitreibungsprozess – Darstellung in der Verlust-Datenbank
  • Berücksichtigung aller eingehenden Einbringungs- und Verwertungszahlungen nach Kündigung des Engagements – Diskontierung auf den Kündigungszeitpunkt
  • Abläufe der Umsatzverarbeitung und Verschlüsselung von Umsätzen im Abwicklungssystem
  • Unterschiede und Berechnungssystematik der Verwertungs- und Einbringungsquote
  • Besonderheiten der Quoten-Berechnung
  • Mindestens jährliche Analyse und Qualitätssicherung der Verlustdaten und der damit zusammenhängenden Prozesse und Schnittstellen – Erfassung von Daten in der Verlust-Datenbank bei/nach der Abwicklung von Engagements
  • Inwieweit können Engagements, die an Inkassodienstleister abgegeben worden sind, in der Verlust-Datenbank berücksichtigt werden?

 Verlustdaten-Sammlung und Verlust-Datenbanken als Grundlage für die Kreditrisikosteuerung und die Kreditrisikoberichte

  • Nutzung der Kreditverlust-Datenbank für eine fundiertere und effiziente Risikosteuerung und zur Erstellung von Auswertungen für:
    - betriebswirtschaftliche und aufsichtsrechtliche Notwendigkeit der Analyse von Kreditausfalldaten
    -
    Parametrisierung automatischer Prozesse zur Ermittlung der Verwertungs- und Einbringungsquoten
    - Messung des Portfoliorisikos anhand der Bestimmung erwarteter und unerwarteter Verluste
    - Adäquate Steuerung des Adressenausfallrisikos und risikoadjustierte Bepreisung im Kreditgeschäft
  • Einbeziehung von Auswertungen aus Verlustdaten-Sammlungen/Verlust-Datenbanken in das Risikoreporting und Generierung von Risikoreports
  • Gesamtüberblick über das Risikoportfolio der Bank durch Nutzung der Verlust-Daten(-Bank) für die Entwicklung von Risikolandkarten (Risk-Mapping) als Grundlage für die Entscheidungsträger bei der Risikosteuerung
  • Verlustdaten-Sammlung als Basis für den Hard Test sowie für die Quotenermittlung für Folgesysteme wie z.B. Risikosimulations- und Kalkulationsanwendungen
  • Nutzung von Verlust-Datenbanken bei der Risikosteuerung und Risikoberichterstattung

Möglichkeiten zur Erreichung signifikant höherer Erlösquoten • Schlanke Abwicklungsprozesse— Standardisierte Verfahren • — Aussagekräftige Erlösquotensammlungen

  • Definition einheitlicher und damit vergleichbarer  rlösquoten (z.B. Versteigerungserlös bezogen auf den festgestellten Verkehrswert, der teilweise schon 2-3 Jahre vor dem Termin fixiert wurde)
  • Sicherstellung des höchstmöglichen Erlöses durch schnelle Vermarktung mit einer großen Marktreichweite (z.B. Multi-Portal-Lösung) und damit höherer Marktpräsenz
  • Schlanke Verfahren, unabhängig von der Art der Immobilie •— Wegfall von administrativen Aufgaben zugunsten qualifizierter  bwicklungsprozesse (z.B. Weiterleitung der Gutachten an Interessenten • qualifizierterer Kontakt mit Banken oder Maklern)
  • Sicherstellung einer ausreichenden Verfügbarkeit und Qualität von bundesweiten Erlösquoten und objektspezifische Verfahrensdauer (z.B Aggregation auf den Ebenen Amtsgericht, Postleitzahl oder je Objektart)
  • Ermittlung des Realisationsbarwertes unter Einbeziehung der Prozesskosten • Abhängigkeit der Verfahrens-/Abwicklungsdauer von der Adresse, an der versteigert wird - teilweise 1 Jahr Differenz, nur weil die Immobilie auf der anderen Straßenseite gelegen ist (!) 
  • Probleme mit der steuerlichen Anerkennung von institutseigenen Erlösquoten bei zu kleiner Datenbasis 
  • Komparables als Unterstützung bei der Bewertung von Immobilien im Rahmen der Zwangsversteigerung
  • Markttransparenz durch institutsübergreifende Kennzahlen • Chancen zum Vergleich mit dem Wettbewerb

               

 

 

 

Zum Thema


Die neuen MaRisk verschärfen die Anforderungen an den Umgang mit Verlustdaten & Erlösquoten (u.a. neue Forbearance-Regelungen). Das Institut hat eine angemessene Erfassung der Erlöse aus der Abwicklung von Kreditengagements sowie der zugehörigen historischen Werte der Kreditsicherheiten in einer Erlösquotensammlung zu gewährleisten. Erkenntnisse daraus sind in der Risikosteuerung angemessen zu berücksichtigen. Eine Historie der Kennzahlen muss im ersten Schritt ggf. auch rückwirkend(!) aufgebaut werden. Dabei soll auf hauseigene Quoten und nicht auf Pooldaten abgestellt werden. Für die Verwendung externer (Pool-)Daten geben die neuen MaRisk ebenfalls verschärfte Plausibilisierungspflichten vor. Die Teilnehmer werden hinsichtlich der Fallstricke sensibilisert und erhalten wertvolle Praxistipps zur signifikanten Steigerung der Erlösquoten.

 

Referenten


  • Frank Specht, Referent Kreditabwicklung, Kreissparkasse Köln
  • Andreas Rosellen, Referent Kredit-Risiko-Steuerung, Kreissparkasse Köln
  • Dipl.-Bankbetriebswirt (ADG) Axel Mohr, Geschäftsführer, ARGETRA GmbH
  • Richard Zobel, Prüfungsleiter Bankgeschäftsliche Prüfungen 3, Deutsche Bundesbank

 

In Kombi mit Rabatt buchbar


 

Veranstaltungsort & Datum


  • 27.11.2017 | Frankfurt/M.

 

Weitere Informationen


  • 50 € Preisnachlass für jeden weiteren Teilnehmer